Success Story – Heliovis

Umweltsimulation für materialoptimierte Sonnenkollektoren

S. 24.25 Heliotube1©Heliovis

Dass die Energiewende innovative Lösungen erfordert, muss man der Heliovis AG nicht zweimal sagen. Das niederösterreichische Unternehmen hat die HELIOtube®-Technologie entwickelt, einen intelligenten Leichtbau-Sonnenkollektor, mit dem auch unter Extrembedingungen saubere industrielle Wärme und Strom erzeugt werden kann. Das eröffnet großes Potenzial und bedeutet einen Meilenstein für die Digitaliserung, sind doch viele Regionen noch kaum mit entsprechender Infrastruktur erschlossen. So ist etwa die Produktion von Strom oder die Wasseraufbereitung in Wüstenlandschaften nicht länger eine vage Utopie. Wer jetzt an eine hochkomplexe Konstruktion denkt, der irrt. Denn der zylindrische Sonnenkollektor wird einfach am Standort mit Niederdruck auf einen Durchmesser von 9m und eine Länge von bis zu 220m aufgeblasen. Dabei kommen leichte und recycelbare Kunststofffolien zum Einsatz, die sich durch eine hohe Beständigkeit auszeichnen. HELIOtube® übertrifft bestehende Technologien damit nicht nur in der einfachen und umweltfreundlichen Konstruktion, der innovative Sonnenkollektor ist auch wesentlich kostengünstiger.

Doch damit wollte sich das Solartechnik-Unternehmen nicht zufriedengeben, ortete man doch noch großes Potenzial in der Materialoptimierung. Als eine der österreichweit führenden Forschungseinrichtungen im Bereich der Werkstoffanwendungen war mit dem OFI Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik für die Heliovis AG bald ein geeigneter Ansprechpartner gefunden. In umfassenden Versuchen stellen die Wissenschaftler*innen die zu erwartenden Witterungsverhältnisse nach und erproben die Materialien auf ihre Hitze- und Feuchtebeständigkeit. Auch mögliche Änderungen der Reflektorwirkung durch Umweltfaktoren wie UV-Licht, hohe Temperaturen oder korrosive Bedingungen werden dabei untersucht. Auf Basis des gewonnenen Know-hows kann die Heliovis GmbH die Sonnenkollektoren weiter optimieren und sie bereits im Produktionsprozess auf spezifische Standortbedingungen ausrichten. „Mit der Umweltsimulation können wir Potenziale zur Produktverbesserung bereits vor dem tatsächlichen Produktionsbeginn ausloten“, betont Paul Grillberger, Projektleiter am OFI, und ruft auch andere Unternehmen dazu auf, Initiative zu ergreifen, um schon bald in ähnlicher Weise von den geförderten Serviceleistungen des EDIH Applied CPS zu profitieren.

Factbox

Service:


Umsetzungspartner:

Umsetzungszeitraum:

Benefit:

Test before Invest: Prototype Testing

OFI

In Umsetzung

Know-how-Aufbau zur werkstofflichen Optimierung von Sonnenkollektoren

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